Sehen sie hier was ihnen das Kleinwalsertal im Sommer zu bieten hat.
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Hotel – Pension Fellhornblick – Riezlern – Kleinwalsertal |
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Stammgast Leentje Sourbron aus Bilzen in Belgien schildert uns freundlicherweise ihre Erlebnistour zum Fiderepass:
Es ist Dienstag, der 26. Juli. “Aufsteigen zum runterkommen”, das ist heute mein Motto. Zusammen mit 16 weiteren Wanderlustigen und dem Bergführer Sepp von der Bergschule Kleinwalsertal (bezahlt durch Kleinwalsertal Tourismus) geht es um 9:05 Uhr zur Kanzelwandbahn Bergstation (1.957 m).
Ein schöner Wandertag liegt vor uns; noch weiß ich nicht, was mir auf dem Weg zur Fiderepaßhütte und wieder talwärts zur Fuchtalpe ins Wildental so alles begegnen wird.
Mit dabei – schon am Frühstückstisch – ist die Sonne. Sie hat sich in den letzten Tagen nicht so oft blicken lassen, aber heute ist sie unser treuer Wanderbegleiter. Auf der Kanzelwand angekommen, ist der Burmi-Wassererlebnisweg für mich eine tolle Überraschung! Ich sehe viele fröhliche Gesichter und strahlende Kinderaugen unter, jawohl, einer strahlenden Sonne!
Eine bunte Gesellschaft sucht sich einen Weg in der Spur von dem erfahrenen Bergführer Sepp Bischof. Ein Ehepaar aus dem niederländischen Städtchen Landgraaf, nur 40 km von meinem Wohnort entfernt ( ich stamme aus Belgien), war auch mit dabei. Also wurden unterwegs auch ein paar Worte niederländisch gesprochen. Die Welt ist klein, im Kleinwalsertal aber die Aussicht groß und großartig!
Die letzte dreiviertel Stunde vor der Fiderepasshütte geht es ziemlich steil nach oben. Nicht selten richte ich meinen Blick zum Himmel, einige graue Wolken haben sich vor die Sonne geschoben, aber sind ansonsten harmlos. Jetzt weiß ich, dass nicht aus jeder Wolke Regen fällt; sie dienen meistens als angenehmer Sonnenschirm und bieten Schutz vor der großen Hitze auf dem Weg nach oben.
Da ich beruflich täglich am Schreibtisch sitze, war ich mir sicher, dass manche erfahrene Wanderer über eine bessere Kondition als ich verfügen! Während der Bergtour habe ich meine Grenze fast zehn Mal übertroffen, im Leib so wie in der Seele. Trotzdem gut angekommen: Und jetzt nur ich, die Berge und die Murmeltiere, sonst nichts – oder doch? Eine Tasse heiße Milch mit Honig und eine Portion Germknödel mit Mohn und Vanillesoße . Lecker! Denn, eine Stärkung vor dem Abstieg muss sein!
Inzwischen ist aus der Gruppe ein festes Team geworden. Ein wahrer Genuss und für mich persönlich eine gelungene Herausforderung, ist der Abstieg. Ohne Wanderstöcke habe ich es zur Fluchtalpe geschafft, wo wir alle zusammen an einem Tisch den Durst stillen. Sicher und pünktlich bringt uns Sepp wieder zur Bushaltestelle ins Wildental. Am Postamt in Riezlern verabschiede ich mich von den anderen und sage danke für einen herrlichen Tag mit vielen neuen Eindrücken.
Seit heute ist meine Liebe zum Kleinwalsertal und seiner Bergwelt größer als je zuvor. Ich bin mir sicher: Märchen gibt es, man muss die Träume nur wahr machen und leben!
Redaktion: Liebe Leentje, vielen Dank für die Zusendung Deiner tollen Geschichte und der dazu passenden Bilder.
Weit oberhalb unseres Hauses, zwischen zwei steilen Waldstücken unterhalb des Kuhgehrengipfels, liegt unser „Säß-Heibet“.
Die schönste Zeit in meiner Kindheit in den Sommerferien waren die Tage, in denen dort oben geheut wurde. Alleine die Vorbereitung war abenteuerlich und aufregend. Alles wollte genau durchdacht sein, um einen unnötigen Talgang zwischendrin möglichst zu vermeiden.
Einen Tag vorher verbrachte der Vater mit Hilfe der Nachbarn den Balkenmäher hinauf. Das war eine elende Prozedur und lange konnte man die lautstarken und oft nicht sehr vornehmen “Anweisungen” der Beteiligten bis ins Tal hinunter hören. Durch den steilen und unwegsamen Wald wurde die Maschine, mit Seilen gesichert, gezerrt, gelupft, geschoben und gezogen. Erst, wenn gar nichts mehr zu hören war, wussten wir, dass sie ihren Bestimmungsort erreicht hatte.
Tags darauf machten wir Kinder uns auf den Weg, beladen mit Werkzeugen, Treibstoff, Decken und Speck, Brot, Käse und Tee. Auch das alte Benzinkocherle und das Blechgeschirr durften wir nicht vergessen. So beladen dauerte der Aufstieg schon fast zwei Stunden, nicht zuletzt, weil wir auch recht “schtoorig” (verträumt) unterwegs waren.
Die Heuhütte, die versteckt unter drei riesigen Tannen stand, teilten wir uns mit dem Letzebauer, dem das angrenzende Feldstück gehört. Nie war er aber zur selben Zeit da oben und so hatten wir das Himmelreich stets für uns alleine.
Schnell haben wir unser Daheim für vier Tage wohnlich eingerichtet. Bereits um 5 Uhr früh hat der Vater mit Mähen begonnen. Abends zuvor haben wir ausgelost, wer von uns zu dieser unchristlichen Zeit mit der Gabel hinter der Mähmaschine herlaufen musste. Zum Frühstück gabs logischerweise Tee, Brot, Speck und Käse. Das Wasser für den Tee holten wir vom Pfusertobel. Dort sollte auch die alltägliche Katzenwäsche stattfinden, was wir aber für völlig unnötig hielten. Wir mussten fest helfen. Das trockene Bergheu wurde zu einem „Schocha“ (großes Heubündel, das mit einem Schochaseil zusammengebunden auf dem Nacken getragen wird) gebunden und zur Hütte getragen. Da unser Vater, wie mir schien, sehr stark war, trug er so große Schocha, dass nur noch seine Füße zu sehn waren, was ich sehr lustig fand. Stets habe ich diese Transporte genau beobachtet. Alleine das Aufstehen mit so einer Fracht ist nicht einfach und will gelernt sein.
Nach getaner Arbeit band der Vater uns mit dem Schochaseil eine Schaukel an einen Ast. Dann hatte er Zeit für uns. Wir haben Speck in der Pfanne gebruzelt, Pfifferlinge und Steinpilze hineingeschnitten und Brot und Käse dazu gegessen. Zur Nachspeise gab’s frischgepflückte Heidelbeeren. Er hat erzählt, von früher und noch früher. Nicht selten bin ich über diesen Geschichten eingeschlafen, im Himmelbett aus Bergheu, umgeben vom herrlichen Duft der getrockneten Kräutlein. Durch die Balken konnte ich nachts den Mond sehen, seinen Gang beobachten und den heimeligen Geräuschen der Natur lauschen. Gefürchtet hat es mich nie. Selbst die nächtlichen Gewitter fand ich im Schutze der Hütte und der Familie wunderbar.
Der Heimgang nach diesen Tagen war immer schwer, ich war so gerne da oben, dem Himmel noch ein Stückchen näher als sonst.
Im Winter, bei idealer Schneelage, wurde das Heu zu mehreren „Burdena“ ( eine Burde sind zwei oder drei Schocha) gebunden und mit Hilfe der Nachbarn ins Tal gezogen. Dort wurde es den Tieren im Stall zugefüttert, als Leckerbissen und als Medizin.
Leider ist unser „Säß“ heute als solcher kaum mehr zu erkennen. Der Jungwald hat zum großen Teil Besitz davon ergriffen. Die Hütte ist verfallen, nachdem vor vielen Jahren die größte Tanne vom Blitz getroffen auf das Dach stürzte.
Auch heute findet das Bergheu noch seine Wertschätzung, allerdings anders als früher. Aus dem Wellness- und Wohlfühlbereich ist es nicht mehr wegzudenken. Selbst die Kulinarik hat es für sich entdeckt. Der Vater würde sich nicht schlecht wundern, es in der Suppe oder in anderen Köstlichkeiten wiederzufinden!
Der “Ziegenkäse in Bergheuöl” , den ich mir gestern auf dem Wochenmarkt gekauft habe, hat übrigens vorzüglich gemundet!
Von Freitag, 1. Juli bis Sonntag, 3. Juli 2011 fanden bereits zum 4. Mal die Rocky Mountain Days im Kleinwalsertal statt. Ein Transparent am Ortseingang von Riezlern begrüßte die Mountainbiker im Kleinwalsertal. Pure Begeisterung herrschte unter den ca. 90 Teilnehmern, die aus allen Teilen Deutschlands und aus Österreich ins Tal gekommen waren. Manche waren bereits das 4. Mal dabei, einige sind zum ersten Mal zu diesem Highlight ins Kleinwalsertal gekommen.
Die Mountainbiker wurden zum Teil von Freunden, Bekannten und der Familie begleitet. Einige haben ihren Urlaub um einige Tage verlängert und kommen auch während des Jahres gerne wieder ins Tal. Ganz besonders willkommen hieß Ule Haak einen Mountainbiker aus Kiel. Er ist mit 65 Jahren der älteste Teilnehmer der Rocky Mountain Days und nimmt diese lange Reise auf sich, um bei dieser Veranstaltung dabei zu sein. Die jüngste Teilnehmerin der Veranstaltung ist 16 Jahre alt. Die Organisatoren haben wieder ein tolles Programm zusammengestellt. Der Wetterbericht sagte kühles, aber trockenes Wetter voraus.
Zur Eröffnung der Rocky Days auf der Sonnaalp in Mittelberg öffnete der Himmel noch einmal seine Schleusen, dann war Ruhe mit dem Nass von oben. Einheimische Mountainbike-Guides stehen bei dieser Veranstaltung immer gerne zur Verfügung. Am Samstag konnten sich die Mountainbiker die angebotenen Touren aussuchen. Von gemütlich bis anspruchsvoll – da war für jeden etwas dabei. Es gab sogar eine Tour nur für die Damen. Am Abend trafen sich alle Biker im Casino zum Barbecue. Neben dem leckeren Essen und den Bildern des Tages wurde viel über das Mountainbiken und die herrlichen Touren im Kleinwalsertal philosophiert.
Am letzten Tag der Rocky Mountain Days traf man sich, wie schon in den vergangenen Jahren, nach einer kleinen Biketour auf der Stutzalp zum Finale. In gemütlicher Runde bei einem Weizen oder einer Brotzeit ließ man den Tag ausklingen.
Ule Haak ließ das Wochenende noch einmal Revue passieren und bedankte sich bei den Teilnehmern und allen, die diese Veranstaltung tatkräftig unterstützten.
Dass die Rocky Mountain Days eine gelungene Veranstaltung sind, beweisen einige Rückmeldungen von Teilnehmern:
“Der Alltag hat uns wieder, aber in Gedanken sind wir noch immer im Kleinwalsertal. Vielen Dank für die schönen Stunden, die Ihr uns bereitet habt. Wir werden noch lange von den Eindrücken, den Gesprächen, dem Humor und der grandiosen Landschaft zehren.”
“Nochmals ein dickes Lob an die Organisation. Hat uns allen einen riesen Spaß gemacht und wir wissen nun schon, dass wir nächstes Jahr wieder dabei sein wollen. Weiter so.”
“Die einheimischen Guides sind einfach spitze und zeigen einem die schönsten Plätze im Tal.
Die Leute im Kleinwalsertal sind sehr natürlich und gastfreundlich und nehmen sich Zeit für einen.
Es macht viel Spaß unter Gleichgesinnten zu sein. Nichts tun müssen und doch alles gut können, ist einfach sehr angenehm. ”
“Wir genießen die geführten Biketouren und unsere Frauen sind vom Wandergebiet und den schönen Alphütten begeistert.”
Am Samstag trafen sich die Biker nach den teilweise anspruchsvollen Touren auf der Alpe Widderstein bei Tom und Tini Egger. Hier konnte man am Nachmittag die Sonne genießen und bei einer Hüttenbrotzeit über das Mountainbiken philosphieren. Auf der Stutzalpe bei Helle und Andrea Schuster wimmelte es am Sonntag nur so von Mountainbikern. Das „Mädchen für Alles“ – Ewald Haller hatte dabei alle Hände voll zu tun.
Die Teilnehmer der Rocky-Mountain-Days waren begeistert und freuen sich schon auf die Veranstaltung 2012. Der Termin für die 5. Rocky Mountain Days im Kleinwalsertal steht schon fest: Für alle zum Vormerken, vom 28. Juni bis 1. Juli 2012 freuen wir uns auf Eurer Kommen.
Die Fotos in der Bildergalerie sind von unseren “Local Guides” Franky Drechsel und Jockl Metzger.